Wie viele Fotos bekommen wir?


Eine der mir meist gestellten Fragen bei der Kontaktaufnahme ist:

„Hey Matthias, wie viele Fotos bekommen wir bei dir?“

Und ich dann so:

„Keine Ahnung“ 🤔🤷‍♂️

Und nicht nur das Emoji macht so, sondern mein ganzer Körper, weil ich es einfach nicht weiß. Ich antworte dann immer, dass jedes Paar, jeder Moment, jede Hochzeit, jeder Hochzeitsgast individuell ist und es ist unfair, wenn ich diese Momente anhand der Quantität meiner Fotos werten müsste.

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn Kollegen beim Anbot für eine Hochzeitsreportage eine Fotoanzahl angeben. Erstaunt insofern, weil ich es einfach nicht schaffe. Keine Ahnung ob ich zu bescheuert, zu naiv, zu amateurhaft diesbezüglich bin, aber ich kann es einfach nicht. Punkt.

Bedeutet es somit, dass man bei der Buchung einer Hochzeitsreportage bei vlaMas Photography deutlich weniger Fotos als bei Buchung von Mickey Duck Fotografie bekommt? Ich weiß es nicht. Weil ich nicht weiß, wie der Kollege oder die Kollegin fotografiert oder ihre Angebote gestaltet. Was ich euch aber definitiv sagen kann, ist:

Ich bin absolut GEGEN eine künstliche Beschneidung der Fotoanzahl! Wenn sich gerade gerade ein geiler Moment bei einer Hochzeit auftut, dann drücke ich ab. Wenn es jemanden die Tränen nur so aus den Augen drückt, dann drückt es auch bei mir ab. Wenn sich Braut und Bräutigam tief in die Augen sehen, ihre Worte vor lauter Gefühle und zittriger Hände nicht mehr aussprechen können, drücke ich ab. Wenn der Brautvater die Braut ganz fest das erste Mal als frisch gebackene Mrs. umarmt und dabei seine Fassung verliert, drücke ich ab. Wenn der Bräutigam vor lauter Nervosität seine Fliege nicht gerichtet bekommt oder einfach nur mit seinen Trauzeugen während dem Ankleiden einen auf Junggesellenabschied machen will (mit deutlich weniger Alkohol!), drücke ich ab….

Was ich damit sagen möchte, es geht nicht darum, dass Quantität vor Qualität herrscht, sondern es zählen die eingefangenen Momente. Und ich bin der Allerletzte, der sagt, wir haben lt. Angebot die vereinbarten 700 Fotos erreicht und ich packe jetzt die Kamera weg! THAT IS NOT MY BUSINESS!

Ich möchte meine Brautpaare überraschen mit vielen tollen Momentaufnahmen, mit wertvollen Erinnerungen, die hoffentlich auch noch jahre(-zehnte)-lang bestehen bleiben und für Freude und Tränen bei den Betrachtern sorgen!

Wenn eine Kollegin oder ein Kollege nach der Reportage für Angebote ála „zahle mir € 300,- mehr, dann bekommst du weitere 100 Fotos“ einsteht, dann Daumen nach oben. Finde ich toll, dass ihr so eure Preise gestaltet und damit für Individualität am Markt sorgt – aber ICH MÖCHTE DAS NICHT! Weder als Dienstleister noch als Kunde.

Ich bin für Transparenz bei der Angebotslegung und wenn jemand meine Pakete bucht, dann bezahlt er nur das, was im Vorhinein lt. Preisliste ausgemacht wurde. Keine Nachtzuschläge, keine Ab-4-Stunden-benötige-ich-einen-zweiten-Fotografen-Gebühren oder Bundesländeraufschlag-weil-die-Hochzeit-nicht-im-Burgenland-stattfindet ☺

Durch dieses Posting sollte sich niemand angegriffen fühlen, ich wollte aber nur klarstellen, dass ich meine erbrachten Leistungen für meine Kunden nicht durch irgendwelche, künstliche und persönliche Befindlichkeiten meinerseits beschneide!

So, und jetzt gibt’s zum Abgang ein völlig authentisches, unretuschiertes, stimmungsverbreitendes Foto einer geilen Hochzeit mit tollen Leuten, weil die Fotos einfach das abbilden sollen, was in dem Moment los war: Emotionen & Freude!

Lg

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