Teil1: Berufsbegleitend studieren – oder: Die Fähigkeit ein Zeitmanagement in den Alltag einzuführen

Als ich mich vor vor knapp 1 1/2 Jahren entschied, mein Glück nochmals auf einer Hochschule, parallel zu meinem damaligen Job, zu versuchen, ahnte ich noch nicht, welche schwierigen Aufgaben mir bevorstanden. Ich dachte, mit 30 Std. Job und ein bisschen Studium am Wochenende, wäre das alles schön vereinbar, damit ich auch noch meine Freizeitaktivitäten und Familie, wohlgemerkt mit einigen Abstrichen, weiterpflegen kann. Doch knapp 18 Monate später, muss ich sagen FALSCH GEDACHT!

Kurz nach Abschluss meiner Matura und dem anschließenden Zivildienst beim Roten Kreuz, begann ich auf der TU Wien mit dem Studium Wirtschaftsingenieurmaschinenbau. Da ich ein Landei war und das auch irgendwie bleiben wollte, entschied ich mich gegen den Wohnortwechsel nach Wien und FÜR das mehr oder wenige tägliche Pendeln per Bahn nach Wien. Ich dachte, irgendwie wird das schon gehen. Das mit dem Studium und Pendeln. Doch es kam wie befürchtet, Mathematik wurde mir (wiedermal; oder: wie immer) zum Verhängnis und ich riss meine imaginären Zelte in Wien ab, um in Wr. Neustadt weiterzustudieren. 1 Semester später hatte mich auch dort die (mathematische) Realität eingeholt und ich stand vor einer schwierigen Entscheidung.

Ich muss kurz ausholen und erklären, dass ich 2 mal versucht habe, dasselbe zu studieren und 2 mal wusste ich, dass es nicht mein Wunschtraum ist, dies zu machen, aber was solls, probieren wir es halt, da es einfacher näherliegender ist, als etwas machen, „von dem du später eh nichts verdienen kannst“.

Jedenfalls stand ich eben im Herbst 2009 vor einer schwierigen Entscheidung: Irgendwas zu studieren, dass mich WIRKLICH interessiert oder mir einen Job suchen und Geld verdienen, in einer Branche, in der ich niemals sein wollte.

Es wurde dann der Job, den ich niemals wollte, aber den ich zu erfüllen hatte, um

  1. Geld zu verdienen
  2. Arbeitswelt zu schnuppern
  3. Mich persönlich weiterzubilden
  4. Mich auf den richtigen Weg zu bringen, auf den ich immer noch gehe

Ich war damals in der Forschung tätig und seien wir uns ehrlich, Forschung bedeutet Zeit, viel Zeit – für mich zuuu viel Zeit. Da es mir nach 6 Monaten bei diesem Job zu langweilig wurde und die Aussicht auf einen neuen auch nicht besser war, begann ich kurzerhand ein berufbegleitendes Studium.

Fairerweise muss ich anmerken, dass mich der Entschluss dazu, erst so richtig auf einem Rock Festival bei etwas Bier-Konsum gepackt hat.

Mein Interesse fiel auf Information, Medien & Kommunikation auf der FH Eisenstadt.

Hm…Medien? Journalistik & Medienwissenschaften als Schwerpunkt? Nach der HTL und Technik? Nach Forschung, Werkstoffen, Stahl, Alu?

Passt das?

Für mich, ganz klar: Ja!

Und darum ging es mir. Ein Studium zu machen, das mein Interesse weckt & am wichtigsten: von dem ich überzeugt bin, dass es mich persönlich weiterbringt.

Kurze Zeit nach Beginn des Studiums saß ich in München, wieder bei einer Runde Bier, und quatschte mit anderen Studenten, die an Wiens Hochschulen inskribiert waren. „Du machst ein Studium auf einer FH, die österreichweit einen Schnitt von 3,2 hat?! Warum?“

So oder so ähnlich, waren die Antworten, die ich erhielt, als ich von meinen Plänen erzählte. Doch hey, mir war es völlig schnuppe. Ich sah wieder einen Weg auf meinem beruflichen Pfad!

Da ich aber wusste, dass sich der damalige (Technik-) Job und so ein Studium, die so gut wie gar nichts miteinander zu tun haben, langfristig nicht thematisch gleichen, musste ich mich nache einem neuen Job umsehen.

Vorgabe meinerseits: 30 Stunden, möglichst nicht in Wien, irgendwas im Online Bereich (was halt eben zu meinem Studium passt).

Nun ja, lange Rede kurzer Sinn: Es wurde ein 38,5 Std. Job in Wien Umgebung, mit Tätigkeiten im Online Bereich des Unternehmens. An meinem 3. Tag im neuen Job hatte ich bereits 3,5 Überstunden angesammelt, die sich mit Ende des Monats auf 10 angehäuft hatten und knapp 6 Monate später nochmals vervierfacht wurden (= 40 Stunden +).

Teil 2 lest ihr morgen

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